Mediation




Im deutschen Erbrecht gibt es keine Anspruchsgrundlagen, die als Rechtsfolge „Familienfrieden“, „Sparen von Erbschaftsteuern“ oder „zweckmäßige Nachfolgeplanung“ vorsehen. Auch die obsiegende Partei eines Gerichtsprozesses kann wegen Abfindungs- ansprüchen, einer zerstrittenen Familie oder einer zu hohen Steuerlast im Ergebnis als Verlierer aus einem Prozess hervorgehen. Dies lässt sich durch eine Mediation verhindern.



In einem Mediationsverfahren vermittle ich als unabhängiger und parteiloser Mediator zwischen den teilnehmenden Parteien. Dadurch kann die vorweggenommene Erbfolge zweckmäßig gestaltet werden. Dem Erblasser geht es vielfach darum, sein Vermögen „gerecht“ im Sinne einer einvernehmlichen Nachlassregelung zu verteilen.

Gerade bei vielschichtig aufgebauten Vermögen, bestehend etwa aus Immobilien, Wertpapieren, Bankguthaben, Kunstsammlungen, Unternehmen oder Beteiligungen, können die Interessen der potentiellen Erben sehr vielfältig sein. Einigen Erben geht es nur um einmalige Geldzahlungen, anderen um wiederkehrende Leistungen aus Wertpapiervermögen und wieder anderen nur um die Kunstsammlung oder die Immobilie.

In einer Mediation haben die potentiellen Erben Gelegenheit, ihre Interessen hinsichtlich des Nach- lasses herauszufinden und zu benennen. Der potentielle Erblasser kann seinerseits Interesse an seiner finanziellen Absicherung im Alter haben, die er durch Leibrenten, Nießbrauchs- oder Wohn- rechten abgesichert haben möchte.

So wird das Vermögen auch unter Einbeziehung von Pflichtteils- oder Erbverzichten in einer Mediation interessengerecht verteilt. Dabei werden Konflikte, Erbschaftsteuern und die Gefahr von Rechts- streitigkeiten erfolgreich minimiert.


Nach dem Erbfall:

Ein Mediationsverfahren kann auch nach dem Erbfall zu zufrieden stellenden Ergebnissen führen. Mit seiner Hilfe wird eine Erbschaft harmonisch aufgeteilt oder verwaltet.

Erbengemeinschaften sind oftmals die Folge unterbliebener letztwilliger Verfügungen, die häufig zu erheblichen Problemen bei der Auseinandersetzung führen. Gründe finden sich in den meist unter- schiedlichen Zielen und Lebensweisen der Miterben. Gestritten wird über die jeweilige Erbquote, über die Verwaltung und insbesondere um die Verteilung. Der Streit fängt oftmals schon bei der Bewertung der einzelnen Vermögensgegenstände an.

In einer von mir geführten Mediation biete ich den Mitgliedern einer Erbengemeinschaft hingegen die Möglichkeit, sachlich ihre Interessen auszutauschen und zu einer Auseinandersetzungslösung zu kommen. Denn bis zu 80% aller Mediationen sind erfolgreich.1) Hierbei können auch Gestaltungen berücksichtigt werden, die sich erbschaftsteuersparend auswirken.

1) ZEV 6/2006 S. 251